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Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)

Naturbild - Nummer 11

Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)

Wir befinden uns in einem Riff in der Celebessee vor der malaysischen Insel Sipadan. In völliger Ruhe erblickt uns ein orange leuchtender Clownfisch. Bei der exakten Bestimmung seiner Art stehen wir vor der kuriosen Frage »echt« oder »falsch«? Ist die Plagiatwelle etwa auch auf das Tierreich übergeschwappt? Der geschulte Zoologe winkt lächelnd ab und weist auf die drei weißen Streifen hin, die bei unserem Motiv durchgehend gefärbt sind. Ein Echter Clownfisch besäße schwarze Eingrenzungen, weshalb wir es mit einem Falschen Clownfisch (Amphiprion ocellaris) zu tun haben. Beide Arten gehören zur Gattung der Anemonenfische.

Sein Name lässt es vermuten: ein Anemonenfisch lebt in Symbiose mit einer Seeanemone. So trotzt unser Clownfisch den Nesseln der weich anmutenden Anemone und findet hier bei Gefahr ein gutes Versteck. Er greift Fressfeinde der Anemone an und hält sie somit fern. Damit leistet er seinen Beitrag zu der Symbiose. Faszinierend an dieser Fischgattung ist die Art und Weise ihrer Fortpflanzung. Alle Anemonenfische werden als Männchen geboren, besitzen jedoch auch die Anlagen eines Weibchens. Sie leben in Gruppen, in denen sich der größte Fisch zu einem Weibchen entwickelt. Erst wenn dieses Weibchen stirbt, kommt es binnen einer Woche zur Wandlung des nächst größeren Fisches. Für die Säuberung des Brutplatzes vor der Eiablage hat sich das Männchen ebenso zu kümmern wie danach um die Eier. Nach nur einer Woche schlüpfen die Larven und treiben als Plankton umher. Haben die Jungfische das Larvenstadium überstanden, begeben sie sich auf die Suche nach einer eigenen Anemone.