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Die Funktionsweise einer Purkinjezelle im Kleinhirn (Cerebellum) in 3D

Wissenschaftsbild - Nummer 3

Die Funktionsweise einer Purkinjezelle im Kleinhirn (Cerebellum) in 3D

Im Kleinhirn (Cerebellum) laufen wichtige Dienste unter anderem für die Steuerung der Motorik ab. Ohne diesen Hirnbestandteil wären wir alle einer überschwänglichen »Grobmotorik« ausgeliefert. Neben der Feinsteuerung unseres Körpers hilft er auch bei der Verarbeitung kognitiver Prozesse. Im heutigen Wissenschaftsbild gehen wir noch stärker ins Detail und blicken auf die wichtigsten und größten Neurone des Kleinhirns – die Purkinjezellen:

Im Jahre 1837 beschrieb der tschechische Physiologe Jan Evangelista Purkinje erstmals jenen Zelltyp; Purkinjezellen befinden sich in der Kleinhirnrinde und sind dort maßgeblich an deren Funktion beteiligt. Grobinformationen über Bewegungspläne werden der Kleinhirnrinde über die in der Grafik dargestellten Moosfasern (orange, vermittelt durch die Axone der Körnerzellen = Parallelfasern) und die Kletterfasern (blau) zugeleitet.

Auf diese Weise erregt, hat die Purkinjezelle eine hemmende Wirkung auf ihre Zielzellen. Erst eine selektive Hemmung der Purkinjezelle durch so genannte Golgi-, Korb- und Sternzellen ermöglicht eine Kontrolle der Feinmotorik, wie sie Lebewesen wie wir Menschen zum Leben benötigen.

Diese Funktion benötigt eine enorme Rechenleistung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Purkinjezellen die größten Neurone der Kleinhirnrinde sind.