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Grauer Gibbon (Hylobates muelleri)

Naturbild - Nummer 12

Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)

Im Norden Borneos schwingt sich unser heutiges Motiv unermüdlich von Ast zu Ast. Ein Grauer Gibbon (Hylobates muelleri, Unterart funereus) erweist uns die Ehre. Wie alle Gibbons lebt auch der »Borneo-Gibbon« in den Bäumen. Daran mangelt es ihm in den immergrünen Regenwäldern des malaysischen Danum-Tal-Naturschutzgebietes beileibe nicht. Vorwiegend zuckerreiche Früchte sowie Blätter stehen auf seinem Speiseplan und machen ihn äußerst agil: mit einem einzigen Schwung kann er bis zu 3 Meter zurücklegen. Obwohl er tatsächlich viel lieber hin und her schaukelt, kann er auch aufrecht gehen. Schließlich ist er ein »Kleiner Menschenaffe«.

Graue Gibbons leben üblicherweise in Gruppen. Im Vergleich zu anderen Primaten verbringen sie recht wenig Zeit mit Interaktionen wie der gegenseitigen Fellpflege. Sie haben eh beinahe den ganzen Tag mit der Futtersuche zutun. Dass Graue Gibbons dennoch sehr soziale Tiere sind, beweist ihr gemeinsames Singen. Routiniert heulen die erwachsenen Männchen bereits zum Morgengrauen langgezogene Töne. Nach dem Sonnenaufgang stimmen die Weibchen mit ansteigenden Lauten trällernd ein. Durch ihre Lieder markiert die Gibbonfamilie ihr Revier. Ungefähr eine Viertelstunde kann man diesem beeindruckenden Duett lauschen – jeden Morgen.