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Greifschwanz-Lanzenotter (Bothriechis schlegelii)

Naturbild - Nummer 5

Eine Greifschwanz-Lanzenotter (Bothriechis schlegelii) auf einem Ast in den tropischen Regenwäldern Costa Ricas

Auf unserer Reise ins Reich der Tiere machen wir heute Halt in Mittelamerika. Die Karibikseite von Costa Rica offenbart uns einen fantastischen Blick auf eine der farbenprächtigsten Schlangen der Natur.

Markante Augenlidschuppen und ein dreieckiger Kopf an der Spitze eines muskulösen Körpers in strahlendem Gelb – Einheimische wissen sofort Bescheid: eine »Oropel«. Sie gehört zur Art der Greifschwanz-Lanzenottern (Bothriechis schlegelii). Diese Giftschlangen aus der Familie der Vipern erreichen eine Länge von 80cm, wobei die Männchen etwas kleiner ausfallen. Obwohl es nicht den Anschein macht, verbergen sich im Oberkiefer zwei lange Giftzähne, die unser Motiv im Moment nach hinten geklappt hat. Ein Biss kann zu schweren Nekrosen bis hin zum Tode führen.

Die nachtaktive Palmviper ist ein Baumbewohner. Wie auf unserem Foto verankert sie sich mit ihrem kräftigen Greifschwanz fest im Geäst von tropischen Regenwäldern. Dort verharrt sie solange, bis sich die nächste Mahlzeit annähert. Ihr sogenanntes »Grubenorgan« signalisiert ihr dabei schon die kleinsten Wärmedifferenzen der Umgebung. Dieser Jagdmethode, die man als »sit-and-wait« bezeichnet, fallen unter anderem Echsen, Frösche und Vögel zum Opfer. Gewiss ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie blitzschnell zuschlägt …