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Ein Großer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla) in den venezolanischen Llanos

Naturbild – Nummer 26

Ein Großer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla) in den venezolanischen Llanos

Der große Ameisenbär ist der stattlichste Vertreter einer urtümlichen Tiergruppe, die im Tertiär die Fauna Südamerikas prägte, die sogenannten Nebengelenktiere. Neben den Ameisenbären gehören dazu noch die Gürteltiere und Faultiere. Ihre gemeinsamen anatomischen Merkmale sind zusätzliche Wirbelgelenke, welche sie von allen anderen Säugetieren unterscheiden.

Und noch etwas ist beim großen Ameisenbär einmalig, er bleibt Zeit seines Lebens komplett zahnlos. Selbst Zahnanlagen werden nicht ausgebildet. Aber wer braucht schon Zähne, wenn man eine derart geschickte Zunge sein Eigen nennt. Sie kann über einen halben Meter weit aus der bereits lang ausgezogenen Röhrenschnauze herausgestreckt werden und schleckt pro Tag bis zu 35.000 Ameisen und Termiten. Um diese aufzuspüren durchstreift der Ameisenbär mit imposantem Zottelschwanz tagsüber die Savannen (hier sind es die Llanos in Venezuela). Dabei kann er überraschend schnell werden und die langen Klauen verraten seine Wehrhaftigkeit. Ist Gefahr in Verzug, richtet er sich auf und bittet den Störenfried zum Tanz.

Aber man sollte dieser Aufforderung auf keinen Fall nachkommen; sogar für einen Jaguar soll der „Abraco do Tamandua“ die letzte Umarmung gewesen sein!

In diesem Zusammenhang mag es verständlich sein, dass der Fotograf den heranstürmenden Ameisenbären nicht aufhalten wollte und es bei einer flüchtigen Momentaufnahme beließ …

Über eine weitere Tierart der venezolanischen Llanos, der Kanincheneule, gibt es hier mehr Informationen.