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Grünspecht (Picus viridis)

Naturbild - Nummer 13

Grünspecht (Picus viridis)

Spaziergänge in den heimischen Wäldern werden oft durch ein markantes »Trommeln« begleitet. Jung und Alt wissen sofort Bescheid: ein Specht pocht sich eine Höhle. In Wirklichkeit zeugt jenes Trommeln keineswegs nur vom Höhlenbau – es ist ein gezieltes Kommunikationsmittel, um beispielsweise Weibchen anzulocken. Spechte erkennen nämlich sehr wohl, ob sich ein Männchen oder Weibchen ihrer oder gar einer fremden Art zu Wort meldet. Am Geräusch können wir die Art unseres heutigen Motivs im Nachhinein zwar nicht mehr festmachen, jedoch zweifelsfrei am Äußeren. Mit seiner schwarzen »Räubermaske« im Gesicht, rotem Oberkopf und grünem Gefieder verrät sich der Grünspecht (Picus viridis) sofort.

In Leipzigs »grünem Gürtel« fühlt sich der Grünspecht verständlicherweise wohl. Doch könnten wir ihn nach seiner Heimat befragen, würde er womöglich nur müde lächeln. Nicht nur auf den hiesigen Böden hüpft er umher – von Südskandinavien und Großbritannien über den Mittelmeerraum bis hin zum Kaukasus und Turkmenien genießt der Grünspecht Ameisen aus beinahe ganz Europa und Vorderasien. Diese kleinen Insekten sind das ganzjährige Leibgericht des Grünspechts. Seine besonders lange, klebrige Zunge erweist sich beim Picken als das perfekte Besteck. Nur an einer passenden Serviette fehlt es unserem Motiv anscheinend noch …