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Kolibri (Trochilidae)

Naturbild - Nummer 24

Kolibri (Trochilidae)

Wer Vogelliebhaber ist, sollte unbedingt einmal Costa Rica bereisen. Hier fliegen mehr als doppelt so viele Vogelarten durch Wald und Wiese wie in ganz Mitteleuropa. Die wohl bemerkenswerteste Familie unter ihnen ist die der Kolibris (lat. Trochilidae). Obwohl ihre kleinsten Vertreter kaum größer als Hummeln sind, gehören sie zweifelsohne zu den Größen der Vogelwelt.

Selbst im Wirrwarr vieler Vögel fällt die Bestimmung des Kolibris leicht. Sein tiefes Brummen ist ebenso wenig zu verkennen wie der dafür verantwortliche Flugstil. Normalerweise schlagen Vögel mit ihren Flügeln – nicht jedoch der Kolibri. Seine innovativen Flügelbewegungen in Form einer liegenden Acht machen ihn wendig wie einen Hubschrauber. Diese führt der Kolibri bis zu 80 mal in der Sekunde aus, wodurch er auch auf der Stelle schweben oder gar rückwärts fliegen kann! Natürlich setzt diese Technik auch hohe Anforderungen an das Körpergewicht: lediglich 2-10 Gramm bringt der Kolibri auf die Waage. Dennoch hat er einen Stoffwechsel, der so manchen Zweibeiner vor Neid erblassen lässt. Tagtäglich verputzt das farbenfrohe Vögelchen mehr als sein eigenes Gewicht. Der gesunde Appetit des Kolibris kommt nicht von ungefähr, schließlich zehrt sein flexibler Flug gewaltig Energie. So sitzt der entspannte Zeitgenosse die meiste Zeit des Tages einfach herum und betrachtet die Natur.

So manche Blume hat sich auf den Kolibri spezialisiert und nutzt seine Essgewohnheiten für die eigene Bestäubung. Mit seinem langen, schmalen Schnabel schlürft er vor allem köstlichen Blütennektar. So lässt es sich leben. Doch auch dem Kolibri ist stets Vorsicht geboten! Wer sich noch an die Greifschwanz-Lanzenotter aus einem unserer früheren Naturbilder erinnern kann, weiß, wie schnell diese zuschlägt …