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Kurzfühlerschrecke (Caelifera)

Naturbild – Nummer 8

Kurzfühlerschrecke (Caelifera)

Unüberhörbar ist ihr Gesang, markant ist ihr Körperbau: die Rede ist von der Heuschrecke, die eigentlich gar nicht so heißt.

Umgangssprachlich verstehen wir unter dem Terminus »Heuschrecke« all jene Vertreter der Kurzfühlerschrecken (Caelifera), deren Äußeres uns in Mitteleuropa wohlbekannt ist: ein langgestreckter Körper mit sattelartigem Hals, großem Kopf und kräftigen Hinterbeinen. Mit ihnen verbinden wir die so genannten »stridulierenden« Lautäußerungen, die vor allem in der abendlichen Natur zu hören sind. Dazu reibt unser rotschimmerndes Motiv aus Costa Rica sein Hinterbein an die Adern seines Vorderflügels, wofür das Bein bezahnt und der Flügel sehr scharfkantig ist.

Bei näherer Betrachtung outet sich die Heuschrecke als Sonnenanbeter und unfreiwilliger Flieger – lieber krabbelt sie wie ein Käfer oder nutzt ihre Fähigkeit, aus der Ruheposition heraus erstaunlich weit zu springen. Ein weiterer Unterschied dieses stattlichen Insekts zu anderen Insekten liegt in ihrer unvollständigen »Verwandlung« (Metamorphose): es existiert zwar kein Puppenstadium, dafür jedoch mehrere Larvenstadien. So gibt es tatsächlich Exemplare derselben Art – aber unterschiedlichster Größe – von denen nur die ausgewachsenen Insekten (Imagines) des Fliegens mächtig sind.