Willkommen bei der Effigos AG: kontakt@effigos.de oder +49 341 246821071 oder facebook.com/effigos




Naturbild - Nummer 15

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Zauneidechse (Lacerta agilis)

In der jetzigen, warmen Jahreszeit erwischen wir sie reglos sonnend auf Steinen und Stämmen. Doch Vorsicht! Kommt man ihr zu nahe, macht sie ihrem Namen »flinke Eidechse« (Lacerta agilis) alle Ehre und verschwindet flugs in Ritzen und Spalten. Wer kennt sie nicht – unsere heimische Zauneidechse?

Sie ist schon wirklich zu beneiden: ein typischer Sommertag der Zauneidechse besteht in der Regel aus zwei Sonnenbädern, die lediglich vom mittäglichen Beutefang unterbrochen werden. Mahlzeiten bestehen insbesondere aus Insekten, Spinnen und Würmern – solange der Vorrat reicht: eine schlechte Ernährungslage kurz vor der Winterruhe treibt die Eidechse hin und wieder zum Kannibalismus. Das liegt nicht zuletzt auch am Lebensraum dieser eher kräftigen Eidechse. Vor allem in trockenen und offenen Regionen wie Brachflächen, Steinbrüchen, Heckenrändern und Bahndämmen fühlt sie sich wohl. An die hiesigen Gegebenheiten hat sich die graubraune Eidechse gut angepasst. Seitlich grün gefärbt sind nur die Männchen, was hauptsächlich während der Paarungszeit intensiv zum Ausdruck kommt.

Bei einem Angriff durch ein feindliches Raubtier offenbart die Zauneidechse eine kuriose Fähigkeit. Sie kann zwar nicht ihre Beine in die Hand nehmen – dafür aber ihren Schwanz abwerfen: vorgefertigte Bruchstellen sowie ein angepasstes Binde- und Muskelgewebe ermöglichen diesen geschickten Schachzug. Nach Abwurf zappelt der Schwanz dank seines verhältnismäßig autonomen Nervensystems oft sehr stark. Dadurch wird er als Beute ergriffen und unser gewitzter Flüchtling kann sich in Sicherheit bringen. Der Schwanz wächst übrigens recht gut wieder nach. So auch hoffentlich unserem heutigen Motiv …